Montag, 24. Januar 2011

(500) Days of Winter

Vor kurzem habe ich (500) Days of Summer gesehen. Toller Film, übrigens!
Für die einen ist es vielleicht ein schnulziger Liebesfilm, aber das ist es absolut nicht. Eigentlich geht es um etwas sehr alltägliches. Um die Story einmal kurz zu beschreiben: Es geht um Tom, der sich in die neue Mitarbeiterin Summer verliebt. Obwohl Summer sagt, dass sie im Moment nichts festes will, gehen die beiden eine Art Beziehung ein und haben viel Spaß. Letztendlich verlässt Summer Tom, der am Boden zerstört ist.
Diese ganze Geschichte dauert 500 Tage und wird nicht chronologisch erzählt, sondern mit Zeitsprüngen innerhalb dieser 500 Tage. Man merkt die Veränderung der Personen, der Einstellung, der Gefühle, des Lebens. Ich empfinde das als sehr faszinierend. Summer will überhaupt keine Beziehung, glaubt nicht an die Liebe, aber am Ende heiratet sie wider aller Erwartungen (natürlich nicht Tom). Warum? Weil sie eines Morgens neben ihm aufgewacht ist und es wusste.

Mich hat das gedanklich sehr beschäftigt. Ist Liebe wirklich etwas geworden, woran man glaubt oder nicht? Macht sie der Gedanke lebendig? Könnte man also die Liebe und den Weihnachtsmann gleich stellen? Irgendwie schon. Überlegt mal, wie das bei Kindern ist.

"Ich glaube an den Weihnachtsmann." - "Du glaubst immernoch an den Weihnachtsmann? Werd erwachsen, den gibt es nicht!"
15 Jahre später
"Ich glaube noch an die richtige Liebe." - "Du glaubst immernoch an die Liebe? Stell dich der Realität, es gibt sie nicht!"

Dann frage ich mich was nun schlimmer ist. Der Gedanke daran, dass es beides nicht gibt oder die Tatsache, dass ich mir jahrelang etwas vorgemacht habe und beides dargestellt wird als gäbe es das nun tatsächlich.
Und was wissen wir denn von Liebe? Existiert sie nun oder nicht? Was ist der Unterschied zwischen Liebe und Verliebt sein? Woran erkenne ich, was ich fühle? Werden wir eines Tages wie Summer aufwachen und feststellen, dass wir für denjenigen neben uns etwas fühlen, was wir vorher nicht kannten? Und woher wissen wir, dass Summer nicht die Richtige für uns ist, auch wenn wir noch so fest davon überzeugt sind sie zu lieben? Was lässt uns erkennen, dass wir besser auf Winter warten? Und was lässt uns die Zeit durchstehen?

1 Kommentar:

Eriinnye hat gesagt…

Wirklich schöner Text und die Fragen sind leider berechtigt, leider kann ich dir keine Antwort drauf geben, aber wer kann das schon? Aber ist nicht schon allein die Vorstellung tröstlich, dass es die wahre Liebe wirklich gibt und man am Ende zu seinem Traumpartner kommt? Schließlich stellt man sich als Kind auch viel lieber vor, dass es der Weihnchtsmann ist, der die Geschenke bringt und nicht die Eltern :) Toller Vergleich xD Hoffe du verstehst was ich meine! PS: Ich bleib lieber bei Summer ;D